Länge 5,9 km
Dauer 2 h
Anspruch Leicht, 215 Hm, Zum Höhenprofil
Sehenswertes Das Tal selbst:)
Aussichten Bielablick, Kanzelturmaussicht, Aussicht am Großvaterstuhl, Johanneswacht, Sachsenspitze
Einkehrmöglichkeit Ottomühle, Daxensteinbaude
Anfahrt Pkw, S-Bahn bis Königstein und Bus bis Schweizermühle

Das Tal der bizarren Felstürme erfreut sich vor allem bei Kletterern großer Beliebtheit. Den nach Aussichten strebenden Wanderer wird vor allem der vordere Teil des Tals begeistern, die Distanzen sind kurz, die Blickpunkte zahlreich und ein Trip durch die imposanten Felsschluchten ist inklusive...

Vor allem an "verlängerten" Wochenenden kann die Parkplatzsituation im Bielatal recht angespannt sein. Für die Wanderung bietet sich das Parken an der Schweizermühle an. Auch der große Parkplatz in Richtung Ottomühle ist geeignet. Vermeiden sie jedoch das Abstellen des Fahrzeugs am Rand der Zufahrtsstraße - Strafzettel werden dort regelmäßig ausgestellt. Ein kleinerer - noch kostenfreier - Parkplatz befindet sich auf der Höhe in Richtung Rosenthal. Von dort ist die Aussicht "Bielablick" als Einstieg in die Runde schnell erreicht. Die Anreise mit dem öffentlichen Nahverkehr erfolgt mittels Bus aus Pirna oder (besser) Königstein (S-Bahn bis dorthin). Die Haltestelle befindet sich direkt am Parkplatz Schweizermühle.

Von Hammerwerk über Kaltwasseranstalt bis hin zum Altenheim durchlebte die Schweizermühle zahlreiche Stationen. Heute ist vom einstigen Glanz nichts mehr übrig und das Areal ist dem Besucher nur noch als Parkplatz (im Sommer mit Imbiss) nützlich.

Sie folgen der Straße in Richtung Rosenthal, also nicht ins Tal hinein sondern linkerhand steil bergauf. Bereits nach 50m beginnt rechts der Wanderpfad, der, zunächst in den steilen Passagen mit Stufen versehen, in nur wenigen Minuten auf das Plateau führt. Forstgrenzsteine begleiten den Weg, rechterhand zweigen  immer wieder kleine Pfade zum Rand des Abbruchs ab. Manche führen zu mittelprächtigen Aussichten, alle enden als Sackgasse.

Die erste wirklich bemerkenswerte Aussicht ist am Bielablick erreicht. Seit 1880 ziert die kleine Zinne der Kaiser-Wilhelm-Feste den Felssporn, die der Legende nach in bierseeliger Runde geplant und vom Rosenthaler Baumeister J.G. Kaiser errichtet wurde.

Wenn sie weiterhin auf der Höhe bleiben, ist die Kanzelsteinaussicht bequem und schnell zu erreichen. Unsere Empfehlung lautet jedoch, wenige Schritte nach der Aussicht rechts ins Tal zum Fuß der Wand abzusteigen. Links gelangen sie zum Herkuleskopf, vielleicht der am schwersten zu besteigende Klettergipfel im Tal, und unmittelbar hinter dem Fels führt links die Felsengasse aufwärts. Die Distanzen sind so kurz, dass eine Wegbeschreibung nicht sinnvoll ist. Einzig im Bereich der Herkulessäulen ist an einer Leiter kurz etwas Trittsicherheit gefragt.

Linkerhand ragt nun die schlanke Silhouette des Schraubenkopfes auf.

Sie folgen dem Weg gerade aus und stehen bald im imposanten Felskessel zwischen den Klettergipfeln Hallenstein, der schlanken Gestalt des Chinesischen Turms und dem Schiefen Turm. Unmittelbar nach dieser Felsgruppe führt der Wanderpfad ins Tal hinab. Sie sollten kurz zuvor die Trittspuren nach links oben nicht verfehlen: sie leiten am Sonnenwendstein vorbei zurück auf die Höhe, wo sie nach 150m auf den "normalen" Wanderweg treffen. Rechts sind es bis zur Aussicht am Kanzelturm nur noch wenige Meter.

Der Weg leitet durch den Wald, zuletzt leicht abfallend erreicht er einen Forstweg, der links hinauf nach Rosenthal und rechts hinab zur Ottomühle führt.

Sie lassen sich demzufolge von der Hangabriebskraft treiben.

In der lang gezogenen Rechtskurve zweigt links der Zustieg zur Aussicht am Großvaterstuhl ab, den moderaten Aufstieg dort hinauf sollten sie unbedingt mitnehmen.

Im Tal angelangt wenden sie sich nach rechts. Mit Ottomühle und dem Imbiss der Daxensteinbaude (kleiner Gastraum) bestehen hier zwei Einkehrmöglichkeiten.

Knapp zweihundert Meter nördlich der Ottomühle zweigt links hinter dem einzigen Grundstück diesseits der Straße ein ansteigender Pfad (Kerbensteig, grüner Punkt) ab, der sie zur Johanneswacht bringt. Die sonst schon prächtige Aussicht (kurzer Abstecher nach rechts) über das vordere Bielatal hat nach den Forstarbeiten am Wandfuß noch einen imposanten Blick auf die Gruppe am Artariastein hinzugewonnen.

Weiter dem grünen (oder gelben) Punkt folgend, beschreibt der Weg eine langgezogene Rechtskurve, kreuzt eine breite Forststraße und erreicht 200m weiter den Abzweig zum Sachsenstein. Ohne die installierte Steiganlage bliebe die 20m hohe Felsnadel einzig den Kletterern vorbehalten. Der enge Durchschlupf vorm Ausstieg wird für korpulente Personen unüberwindbar sein. Aber auch schlanke Kandidaten sollten den Rucksack von den Schultern nehmen und am besten gleich von vorn herein am Wandfuß belassen.

Die Aussicht ist durch den Waldbestand etwas eingeschränkt, hinüber zum Bielatalblick und zu den Herkulessäulen jedoch frei.

Entweder steigen sie nach dem Sachsenstein direkt ins Tal hinab oder sie laufen zurück zum letzten Abzweig und schwenken auf den bekannten Wanderweg ein. Sobald sich die Wege von grünem und gelbem Punkt trennen, nutzen sie die gelbe Markierung in Richtung Schweizermühle. Kurz vor dem Abstieg wird zwangsläufig die Aussicht am Nachbar passiert. Der Weg gabelt sich nochmals in einen "leichten" und einen "schweren" Abstieg - den Unterschied merkt man wohl eher im Aufstieg. Halten sie sich im Tal nochmals nach rechts, beim "schweren" Abstieg enden sie ohnehin dort, so passieren sie kurz vorm Ziel noch die Sophien-Quelle.

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