Länge 14km (12km ohne Wilde Klamm)
Dauer 4h
Profil Anspruchsvoll, 360 Hm (280Hm ohne Schlossberg), Zum Höhenprofil
Sehenswertes Burgruine Šaunštejn, Kleines Prebischtor, Soorgrund, Wilde Klamm
Aussichten Šaunštejn, Zámecký vrch
Einkehrmöglichkeit Vysoká Lípa, Mezní Louka, Zámeček
Anfahrt Auto, Bus (ab Königstein bis Mezní Louka)

Eine kurze und kurzweilige Rundwanderung vereint so interessante Ziele wie die Ruine der Burg Šaunštejn, das wenig bekannte und dennoch bizarre Kleine Prebischtor und das versteckte ehemalige Jagdschlösschen Zámeček. Lohnende Abstecher zum Zámecký vrch (Schlossberg) oberhalb von Vysoká Lípa (Hohenleipa) und durch den Soorgrund ins Tal der Kamenice bis hin zur Kahnpartie der Wilden Klamm verlängern die Tour nur unwesentlich, das Erlebnis jedoch umso mehr.

Als Ausgangspunkt bieten sich in Vysoká Lípa der Parkplatz am Restaurant U Loupezaku (von Mezní Louka kommend linkerhand hinterm Ortseingang), die Parkmöglichkeiten in der Spitzkehre nahe des Schlossberges (siehe Wanderung 12) ebenso an wie die Parkmöglichkeiten in Mezní Louka. Die nachfolgende Beschreibung beginnt an ersterem Standort.

Wir folgen dem rot markierten Wanderweg in Richtung Mezní Louka. Das Raubritternest Šaunštejn (Schaunstein oder "Hohenleipaer Raubschloss") wird bereits nach knapp einem Kilometer Wegstrecke erreicht. Der Aufstieg über gut versicherte Leitern und einen engen Spalt lohnt sich auch bei schlechtem Wetter: Eine tiefe Zisterne, etliche Balkenlager, ein zum Wohnraum erweiterter Hohlraum und weitere Spuren früherer Besiedlung sind bestens erhalten. Bei guter Sicht jedoch begeistert der Rundblick über Schlossberg, Rosenberg, Kaltenberg, Marienfelsen, Wilhelminenwand bis hin zu den Bergen des Böhmischen Mittelgebirges.

Wieder am Fuße des Steins zurück folgt ein kurzer steiler Anstieg, bis der Pfad dem Fuß eines Felsmassivs folgt und mehrfach freie Sicht auf den soeben verlassenen Stein bietet. Nach nochmaligem kurzen Aufstieg erreichen wir einen asphaltierten Forstweg. Das Kleine Prebischtor befindet sich nur wenige Meter entfernt. Wir folgen der Ausschildung nach links, bis an einer weiteren Kreuzung der Wanderweg die Asphalttrasse wieder verlässt und sich eben über einen Höhenrücken zieht, bis ein längerer Abstieg zum Zeltplatz in Mezní Louka führt.

Im Ort bestehen zwei Einkehrmöglichkeiten.

Östlich des großen Hotels startet der blau markierte Wanderweg, der gemächlich hinab in ein beginnendes Tal leitet. Nach einem reichlichen Kilometer Wegstrecke erstreckt sich rechts der Soorgrund (Soorgrundu), der einen bequemen Zugang zur Kamenice (Kamnitzbach) bietet. Auch wenn es sich (offiziell) um eine Sackgasse handelt, ist der Abstecher bis zur oberen Fährstation der Wilden Klamm zu empfehlen. Über weite Strecken führt der Pfad auf eine in den Massiven über der Kamenice verankerten Eisenplattenkonstruktion.

Die Kahnpartie der Wilden Klamm ist erst seit wenigen Jahren wieder möglich. Somit bestünde Anschluss nach Mezná bzw. mittels weiterer Fahrt durch die Edmundsklamm bis nach Hřensko.

Vor dem Rückweg durch die Klamm empfiehlt sich ein kurzer Blick zur Glücksquelle (Pramen štestí), mit viel Glück ist selbige sogar wasserführend.

Zurück am Abzweig zum Soorgrund wenden wir uns wieder dem blauen Wanderweg zu, der bald stark nach rechts oben leitet. Die nächste Möglichkeit der Einkehr Zámeček ist bald erreicht.

Nur wenige Schritte von der Lichtung enfernt weist eine Ausschilderung zur Aussicht Ptačí kámen (Vogelstein), die allerdings nur einen recht eingeschränkten Blick auf das tief eingeschnittene Felsental der Kamenice zulässt.

Da lohnt sich schon eher der Abstecher auf den Zámecký vrch (Schlossberg), der seinen Namen einem kleinen "Lustschlösschen" zu verdanken hat, dessen Reste sich noch auf dem Plateau erkennen lassen. Der Zustieg zum Aussichtsberg ist nicht ausgeschildert, aber wenn man sich unmittelbar vor Erreichen von Vysoká Lípa nach links orientiert, kann man das Ziel, da stets sichtbar, gar nicht verfehlen.

Wer den Schlossberg eroberte, läuft den Aufstiegsweg zurück, bis die erste Anwohnerstraße östlich hinab führt. Recht bald trifft man auf die gelbe Markierung, der man nach links, am Fuße des Schlossbergs entlang, folgt. Wer auf die Besteigung des Zámecký vrch verzichtete, trifft kurz vor dem Restaurant Heler auf den gelb markierten Weg und wendet sich ebenso nach links.

Bis zum Ausgangspunkt ist es noch ein knapper Kilometer. Die letzten Meter müssen auf der Straße zurück gelegt werden.

Der sich als Einstieg in die Tour anbietende Ort Mezní Louka wird von Anfang Mai bis Ende Oktober mehrfach per Bus von Schmilka bzw. Königstein aus angefahren. Damit lässt sich das böhmische Bier bedenkenlos genießen (Fahrplan).

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