Länge 9,3 Kilometer
Dauer 3 Stunden
Anspruch Normal, 230 Höhenmeter
Sehenswertes Wasserwerk Niezelgrund
Aussichten Breiter Stein, weitere oberhalb von Lohmen
Einkehr Unmittelbar am Weg (abgesehen von Lohmen selbst) leider keine. Von Porschendorf zur Gaststätte „Zur Schöpfbank“ in Elbersdorf sind es 600 Meter und zur Berggaststätte „Schöne Aussicht“ zwei Kilometer.
Anfahrt Pkw (kostenfreies Parken in Lohmen im Bereich des Schlosses) oder Zug der Verbindung Pirna-Neustadt bis Lohmen.

Ein kurzweiliger Hinweg und ein kurzer Rückweg. Und das in einer Ecke, die ein jeder wohl nur als notwendige Zufahrt zur Sächsischen Schweiz abkanzelt. Dabei sucht der Sandsteincanon der Wesenitz zwischen Porschendorf und Lohmen seinesgleichen. Auch Einsamkeit muss der Wanderer dort nicht suchen – diese ist garantiert.

Zwischen Bahnhof Lohmen und den kostenfreien Parkplätzen an der Schlossstraße oberhalb des Lohmener Schlosses liegen nur 300 Meter – daher beginnt die Beschreibung der Runde am Schloss. Zugreisenden dient der gut sichtbare Turm der Dorfkirche als Orientierung. Für den per Pkw anreisenden Wanderer bietet sich ebenso Porschendorf als Startpunkt an. Damit wäre der Nachteil der fehlenden Einkehrmöglichkeit auf der Runde getilgt – in Lohmen gibt es gleich mehrere Gaststätten. Dem Schloss am nächsten liegt das Erbgericht.

Westlich der Schlossstraße, wenige Meter die Dorfstraße hinunter, führt ein kurzer und steiler Steig (roter Punkt, „Am schwarzen Berg“) hinab ins Tal der Wesenitz, deren sorbischer Name Wjazońca auf einen umfangreichen Ulmenbestand („wjaz“ = „Ulme“) zurückzuführen ist. Unterhalb des senkrecht aufragenden Schlossfelsens, an der Alten Furt, folgen Sie dem blau markierten Wesenitztalweg stromaufwärts, der das Grundstück am folgenden Wehr östlich umläuft, dort auf die Mühlleite trifft und dieser bald endenden Anrainerstraße nach links entlang des Ufers folgt.

Die kleine, mit Sandstein gepflasterte Straße endet am sich noch in Betrieb befindlichen Steinbruch Mühlleite. Jenseits des Wohnhauses führt der schmale Pfad am Rand des Steinbruchs vorbei an verfallenden Hütten moderat aufwärts, erreicht die obere Zufahrtstraße, von der es bald nach links zurück ins Wesenitztal geht.

Ein im Grund errichteter Mühlgraben dient als Abfluss des Wasserkraftwerks Niezelgrund.

Durch das der Wasserzufuhr dienende Viadukt hindurch führt der einzige nennenswerte Anstieg der Wanderung bis an den Ortsrand von Lohmen heran, um nun wieder sanft talwärts zu ziehen, ohne erneut das Niveau der Wesenitz zu erreichen.

Der Malerweg, der westlich von Lohmen das Wesenitztal verlässt, um es hier erneut zu kreuzen, böte eine komfortable Abkürzung, falls Ihnen die Motivation zum Wandern abhanden gekommen sein sollte. Überschreiten Sie die Wesenitz und nach steilem, aber kurzem Anstieg dümpelt der Weg eben zunächst durch einen Wald, dann über ein Feld dahin. Nachdem die Ausschilderung vor Lohmen Sie rechts nach Mühldorf leitet, halten Sie sich geradeaus und landen damit direkt an der Alten Furt unterhalb des Schlosses.

Mit Ziel „Breiter Stein“ bleiben Sie noch kurz auf dem Wesenitztalweg, bis der erste Abzweig, etwa 250 Meter weiter, rechts zur Lohmener Straße führt, die hier die Bahnstrecke quert und ins Wesenitztal abtaucht. Jenseits der Unterführung freunden Sie sich mit dem parallel zum Gleis verlaufenden Wanderweg (grüne Markierung) an. 500 Meter weiter zweigt er scharf rechts ab und führt am Waldrand dezent, aber beharrlich aufwärts, trifft dort auf den Dürrröhrsdorfer Rundweg (gelber Punkt), auf dem Sie nach links wandern. Die Markierungen sind in diesem Bereich etwas spärlich gestreut – ignorieren Sie nach links führende Wege!

Kleinere Sandsteinblöcke säumen den Weg, eine Ansammlung höherer Exemplare flankiert einen kurzen Abstieg und nach kurzer Distanz ist das weite Trümmerfeld des Breiten Steins erreicht. Eine kurze Steiganlage führt zum höchsten Punkt mit seiner leicht eingeschränkten Aussicht auf Porschendorf.

Womit das Ziel der nächsten Etappe im Visier ist.

Steigen Sie die Stufen hinab und Sie laufen am Fuß des Blockfeldes nach links. Sie stoßen auf eine Forststraße, wo sich der Dürrröhrsdorfer Rundweg nach rechts hält, Sie sich aber nach links ins Tal wenden. Unmittelbar nach Querung der Bahnlinie erreichen Sie einen asphaltierten Radweg, auf den Sie nach links einschwenken. Dieser auf einem einstigen Bahngleis errichtete und für Kfz gesperrte Weg führt Sie direkt nach Porschendorf.

Ist eine Einkehr erwünscht, so wandern Sie am Abzweig nach dem Viadukt, das Hauptstraße und Wesenitz überspannt, nach rechts in Richtung Elbersdorf. Bis Zur Schöpfbank sind es knapp 600 Meter und bis zur Schönen Höhe zwei Kilometer.

Die Wanderung führt nach links (rote Markierung). Noch bevor die Anwohnerstraße in die Hauptstraße mündet, führt der Weg hinter einem Kindergarten nach rechts, um dann sofort links entlang der Grundstücksgrenze über ein weites Feld zur Kirche zu leiten. Jenseits der Friedhofsmauer treffen Sie auf die Lindenstraße, die an der folgenden Kreuzung zur Liebethaler Straße wird. Ab Ortsausgang muss zwangsläufig auf der dankenswerterweise wenig frequentierten Straße gelaufen werden und das, noch erfreulicher, nur für ganze 300 Meter. An der alten Meilensäule geht es nach links (gefühlt sogar geradeaus, da die Straße leicht nach rechts zieht). Und auch diesen asphaltierten Wirtschaftsweg lassen Sie bald hinter sich.

Der vorletzte Anstieg kündigt sich an. Bereits am Waldrand ebbt die Steigung ab, die Höhe ist bald erreicht und am „Ausgang“ der kurzen Waldzunge stoßen Sie auf den Malerweg. Links wäre als Zusatzaufgabe in etwa 200 Metern Entfernung der Mühlsdorfer Koordinatenstein zu inspizieren, der exakt auf dem Schnittpunkt des 14. Längengrades mit dem 51. Breitengrad steht.

Geradeaus geht es über freies Feld zum Ortsrand von Lohmen. Der Malerweg zweigt nach rechts in Richtung Mühlsdorf ab, Sie halten die Richtung bei und laufen die kleine Straße ins Wesenitztal hinab. Jenseits der Brücke sind es links nur gut 100 Meter bis zum Fuß des Schlosses.


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