Länge 18,5 Kilometer (ohne Adamsberg ca. 17 Kilometer)
Dauer 4–6 Stunden
Anspruch Anspruchsvoll, 540 Höhenmeter
Sehenswertes Schlossruine Bad Schandau, Schillerdenkmal, Beuthenfall, (Lichtenhainer Wasserfall), Bergsteigerdenkmal Hohe Liebe, Personenaufzug Ostrau, Lutherdenkmal
Aussichten Schlossbastei, Adamsberg, mehrere auf dem Panoramaweg, Hohe Liebe
Einkehr Heiterer Blick in Altendorf, Am Weinberg in Mittelndorf, Lichtenhainer Wasserfall, Falkensteinhütten, weitere auf der Ostrauer Scheibe
Anfahrt Komfortabel mit der S-Bahn bis Bad Schandau und mit der Bahnhofsfähre direkt zum Start. Pkw-Parkplätze gibt es direkt an der Elbe (kostenpflichtig), einige wenige kostenfreie finden sich im Kirnitzschtal. Das Nutzen der Plätze an den Supermärkten könnte beanstandet werden.

Der Name ist Programm. Etliche Aussichten säumen den Panoramaweg, der sich westlich des Kirnitzschtals parallel zur Hohen Straße über Altendorf nach Lichtenhain zieht. Jenseits der Kirnitzsch folgt der Anstieg zur Hohen Liebe, dem wohl eindrucksvollsten Aussichtspunkt auf das gewaltige Massiv der Affensteine. Zum abschließenden Abstieg zum Ausgangspunkt können Sie gern den seit 1904 bestehenden Ostrauer Aufzug nutzen.

Obwohl die Beschreibung der Runde im Uhrzeigersinn erfolgt, ist es für den fotografisch ambitionierten Wanderer günstiger, entgegengesetzt zu laufen, um nicht am Vormittag auf dem Panoramaweg alle wesentlichen Motive im Gegenlicht zu haben.
Im Kirnitzschtal, also etwa zur Halbzeit der Wanderung, ermöglicht die Kirnitzschtalbahn einen Abbruch des Ausflugs.

Die Beschreibung beginnt am westlichen Ende des Marktplatzes in Bad Schandau am Haus des Gastes, wo Sie der kurzen Markstraße (rechts der Apotheke) nach Norden bis zum Ende folgen, bis sich vor Ihnen der Schlossberg aufbaut. Lassen Sie sich jetzt bloß nicht entmutigen, der – zugegeben sehr steile – Beginn stellt bereits die größte Hürde der Wanderung dar. Haben Sie den Zaukenweg oberhalb eines Klettergartens einmal erreicht, geht es deutlich geruhsamer nach rechts.

Der Abstecher zur Schlossbastei, bis 1979 stand hier eine Gaststätte, ist zu kurz, um der mittelprächtigen Aussicht auf Bad Schandau nicht wenigstens einmalig eine Chance zu geben. Danach steigen Sie weiter die gemäßigten Serpentinen (gelber Punkt) hinauf, bis die künstliche Schlossruine Schomberg das Ende des Anstiegs markiert.
Die Ruine wurde Ende des 19. Jahrhunderts auf den Resten einer alten Burganlage errichtet und 1893 durch Mitglieder des Deutschen Alpenvereins eingeweiht. Den Zweck eines Aussichtspunkts erfüllt der Turm heute nur noch bedingt, da die umstehenden Buchen den Blick weitestgehend einschränken. Von der originalen Anlage ist an der Ruine selbst kaum etwas zu sehen. Die Zisterne soll verschüttet sein, Ausgrabungsfunde und ein Modell der Burgwarte können im Heimatmuseum Bad Schandau bewundert werden.

Weiter dem gelben Punkt folgend durchqueren Sie nach Überschreitung einer seichten Kuppe die Gartenanlage „Kiefricht“. Das Schillerdenkmal, dessen Zugang rechts ausgeschildert (nur 50 Meter!) ist, sollten Sie mitnehmen, zumal sich nur wenige Schritte weiter ein kaum bekannter Aussichtspunkt eröffnet. Wenn Sie nachfolgend der Schillerpromenade noch für weitere 70 Meter folgen, führt linker Hand eine kurze Verbindung zum Panoramaweg zurück.

Ein Feld wird tangiert bis mit dem Goldgründel ein tiefer Einschnitt zu durchqueren ist. Danach eröffnet sich auf der Ebene vor Altendorf erstmals ein grandioses Panorama, das vom breiten Felsriegel der Affensteine im Nordosten bis hin zur Festung Königstein in südwestlicher Richtung reicht.

Altendorf ist weithin sichtbar und auch die bewaldete Kuppe des Adamsbergs rückt ins Bild. Einen reichlichen Kilometer zusätzlich verlangt ein Abstecher zu diesem unscheinbaren Juwel. Vor allem bei guten Sichtverhältnissen sollten Sie sich den Ausblick, der sich am Fuß des Waldgürtels bietet, nicht entgehen lassen. Der Zugang ist an der Hauptstraße in Altendorf ausgeschildert und schwerlich zu verfehlen. Etwas links die Straße hinunter findet sich auch eine Einkehrmöglichkeit.

Der Panoramaweg selbst quert Altendorf entlang der Hauptstraße. Der Ort ist schmal und Sie können bald am Ortsausgangsschild aufatmen – der Weg entfernt sich hier von der Verkehrsader und zieht auf schmalem Pfad übers Feld. In der folgenden Senke geht es rechts durch ein Wäldchen, hinter dem sich ein freier Blick auf Affensteine, Schrammsteine bis hin zu den Tafelbergen auftut. Grandios! Nicht wahr?

Der geradeaus führende Feldweg wirkt verlockend, entpuppt sich jedoch, so Sie ihm folgen sollten, als Sackgasse. Also gleich gemäß der Ausschilderung kurz links hinauf!

Falls Sie gesteigertes Interesse an sofortiger Einkehr verspüren, so halten Sie sich, sobald der offizielle Wanderweg nach rechts unten in einem Wäldchen verschwindet, geradeaus (schmale Pfadspuren), um sogleich links den sichtbaren Sportplatz anzusteuern. Jenseits dessen erreichen Sie die Hauptstraße und nur wenige Schritte weiter die Pension am Weinberg. Welche der drei Ortsstraßen Sie nachfolgend talwärts beschreiten, ist unerheblich, Sie landen automatisch wieder auf dem Panoramaweg.

Ohne Rast auf beschilderter Route haben Sie das Wäldchen bald hinter sich und treffen auf die Dorfstraße (nach rechts halten!), die nach einem ausladenden Linksbogen an Schmieds Teich auf die Niederdorfstraße trifft, die Sie zur Oberen Straße und damit aus dem Ort führt.

Ein bewaldetes Tal umlaufend trennen sich an einer Gabelung Panaromaweg und Schaarwändeweg. Sie folgen nun letzterem, der ab Waldrand zunehmend steiler abfallend ins Kirnitzschtal leitet und dieses unmittelbar am Beuthenfall erreicht.

Reichlich die halbe Distanz liegt nun hinter Ihnen. Bus oder Kirnitzschtalbahn ermöglichen hier die Rückfahrt nach Bad Schandau; etwa 300 Meter talauf bietet der Lichtenhainer Wasserfall für lange Zeit die letzte Chance zur Einkehr.

Die Wanderung führt jenseits der Kirnitzsch den steilen Forstweg hinauf. Sie könnten jetzt weiter den Dietrichgrund aufsteigen und an der folgenden Kreuzung rechts auf die Untere Affensteinpromenade einbiegen oder aber – kürzer – Sie wählen den kleinen Pfad, der knapp 100 Meter nach der Brücke scharf rechts durch den Hang zieht. Sobald die Steigung zurückgeht, führt links ein nun breiterer Waldweg hinauf zur Affensteinpromenade, die Sie am Abzweig zum Bloßstock erreichen.

Sie folgen nun in südwestliche Richtung der breiten Forststraße der Unteren Affensteinpromenade. Die freien Blickpunkte auf den gewaltigen Bloßstock und später die kecke Zacke der Brosinnadel liegen jeweils im Rücken – also nicht vergessen, hin und wieder nach hinten zu schauen!

Ließ sich vor Jahren noch der Gipfel des Wilden Kopfes bewundern, so haben die Bäume eine die Sicht vollkommen verhinderte Höhe erreicht. Am Zustieg zur Wilden Hölle hilft nur der Wegweiser zur Orientierung. Sie müssen hier scharf links in die Eulentilke abbiegen, die in den Nassen Grund mündet.

Falls Ihnen die Orientierung auf nicht ausgeschilderten Pfaden zu kompliziert ist, könnten Sie den Nassen Grund hinab ins Kirnitzschtal wandern, um dann linker Hand der Ausschilderung zur Hohen Liebe zu folgen. Oder aber Sie bleiben auf der in der Karte dargestellten Route und schlendern den Nassen Grund aufwärts. Dort, wo links Reitsteig und Jordanweg abzweigen, zieht die Steigung der asphaltieren Straße merklich an. Etwa 50 Meter weiter wählen Sie rechts den scharf den Hang schneidenden und anfangs recht breiten Waldweg, der, stetig schmaler werdend, zu Günthers Börnel führt. Der Weg mutiert zum Pfad, der Pfad zur Pfadspur, von der immer wieder kleinere Trampelpfade abzweigen. Folgen Sie den sichtbar deutlichsten Spuren, die im Talgrund aufwärts ziehen. Ein abschließender Hang (im Sommer durch dichten Farn) zieht zu einem Forstweg (Oberer Steinbruchweg) hinauf, den Sie (leicht links) queren, um 50 Meter weiter die deutlich breitere Forststraße nach rechts zu nehmen. Nach reichlich 200 Metern treffen Sie auf den Abzweig zum Oberen Liebenweg. Der Aufstieg zur Hohen Liebe ist kurz und steil.

Vor allem bei gutem Wetter lohnt es sich, auch die letzten Meter zum Gipfel zu steigen. Vom Bergsteigerdenkmal aus eröffnet sich ein einzigartiger Blick auf das gewaltige Massiv der Affensteine.

Von der Hohe Liebe absteigend treffen Sie auf einen betonierten Weg, den Sie talwärts zur Ostrauer Siedlung laufen. Die Falkensteinhütten böten nochmals eine Möglichkeit zur Stärkung, bevor Sie Ihre Schritte nach rechts auf den Trampelpfad neben der Straße lenken.

In Ostrau folgen Sie dem Ostrauer Ring (linkshaltend), bis die Ausschilderung die Richtung zum Aufzug vorgibt. Kurz vor diesem gibt es ein Luchsgehege, das mit seinen Informationen zum Thema Luchs wohl nicht nur für Kinder von Interesse ist. Von der Plattform am Aufzug haben Sie einen netten Blick auf Bad Schandau. Entweder fahren Sie mit dem Aufzug ins Tal oder Sie nehmen den Abstieg an der westlichen Riffspitze, der Sie noch das Lutherdenkmal besuchen lässt und in den Kurpark mündet. Linkshaltend sind es dann nur noch nur wenige Gehminuten bis zum Ausgangspunkt.

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