Länge 12,5 km
Dauer 3 h
Anspruch Leicht, 145 Hm, Zum Höhenprofil
Sehenswertes Wesenitztal, Wagnerdenkmal, Lochmühle, Feldeisenbahnmuseum
Aussichten keine
Einkehrmöglichkeit Lohmen (Erbgericht, Weiße Taube)
Anfahrt Auto

Zuviel Trubel im Kerngebiet der Sächsischen Schweiz? Dann wäre unser folgender Vorschlag genau das Richtige für Sie. Verhilft das Wagnerdenkmal dem Abschnitt des Wesenitztales zu relativer Bekanntheit, ist die Herrenleithe trotz des dort beheimateten Feldbahnmuseum nahezu unbekannt. Zu entdecken gibt es reichlich, trotz der fehlenden Aussichtspunkte...

Ausgangspunkt der Wanderung ist der Klettergarten des Sächsischen Bergsteigerbunds. Einige Parkplätze sind in der Umgebung verfügbar, nutzen sie nicht die Wendeschleife des Nahverkehrs!
 
Sie halten sich flußaufwärts. Der Weg verläuft eben unmittelbar am rechten Ufer der Wesenitz. Teils treten die Felswände bis dicht an den Weg heran, teils weitet sich das Tal. Ein altes Wasserwerk wird passiert, dessen Ruine zum romantischen Charme des Tales passt. Das Wagnerdenkmal, etwa 1.5km vom Beginn des Wanderweges gelegen, ist nicht zu verfehlen.
Wenige Schritte weiter wird das Tor der Lochmühle durchschritten und sofort halten sie sich rechts, überschreiten die Wesenitz und folgen dem Weg  zur Daubemühle, bis vor wenigen Jahren noch eine Einkehr, die heute nach einem neuen Betreiber sucht.
 
Hinter der Mühle führt ein steiler Anstieg rechts aus dem Tal heraus. Oben wenden sie sich nach rechts und schwenken bereits wenige Meter darauf links in den Kirchsteig ein.

Der zugegebener Maße reizvollste Abschnitt der Wanderung ist hiermit bereits passiert, der Weg durch die Herrenleithe ist ruhig aber weit und falls nicht das Feldbahnmuseum an sich besucht werden soll, kommt hier eine Abkürzung in Frage. Dazu biegen sie nicht in den Kirchsteig ein, sondern folgen weiter der Daubauer Straße bis zur nächsten Häusergruppe.

Ganz Eilige mit sehr gutem Orientierungssinn können direkt dem anfangs befestigten Weg an den Häusern vorbei bis zur Bahnlinie folgen. Rechts steuern sie den Waldrand an und laufen am Abbruch soweit nach rechts, bis deutliche Pfadspuren einen gangbaren Abstieg ermöglichen. Sie erreichen den Klettergipfel Buch und von da ist der Ausgangspunkt schon fast in Sichtweite.

Wenn es doch etwas ausgedehnter werden soll, führt der ca. 50m hinter der Häusergruppe rechts abzweigende Wanderweg unschwer zur Weißen Taube, womit sie einen Punkt der "normalen" Wanderung erreicht haben.

Dem Kirchsteig folgen sie bis zum Ende der Straße (der Pfad geradeaus führt zur Dorfstraße und diese - kurz link dann rechts - zu einer Gaststätte), laufen rechts die Pestalozzistraße zum Bahndamm, welchen sie linkerhand unterschreiten, um dann sofort links auf den Herrenleither Weg zu stoßen. Dieser - der Name ist Programm - führt in das weite Tal der Herrenleithe.
 
Im Areal wurde seit Mitte des 19. Jahrhundert Sandstein abgebaut, vor allem zum Abtransport der Steine wurde Anfang des 20. Jahrhunderts eine Industriebahn zwischen Pirna Copitz und Wehlen erbaut. Sandstein wird unterdessen nur in einem einzigen Restloch gebrochen, der Zugang ist (offiziell) gesperrt. Der Bahnbetrieb wurde in den 90er Jahren eingestellt, 2005 erfolgte ein teilweiser Rückbau der Gleisanlagen.
 
Sobald sie den Talgrund erreicht haben, halten sie sich entweder nach links, um nach 600m das Feldbahnmuseum zu erreichen oder gleich nach rechts (außerhalb der Öffnungszeiten des Museums ist das Gelände gesperrt und von außen nicht wirklich viel zu sehen).
 
Nach knapp 1,5 km erreichen sie Mockethal. Die letzte verbliebene Einkehr in Richtung Dorf Wehlen hat leider seit Jahren geschlossen, sodass sie sofort rechts einschwenken können und 100m weiter wiederum rechts in die Artur-Tiehrmann-Straße einbiegen. Dieser ruhigen Straße folgen sie bis zum Ende, wo mit der Weißen Taube eine der wenigen Einkehrmöglichkeiten erreicht ist.
 
Für gut 300m müssen sie nun leider bergab der stark befahrenen Straße folgen, bis rechterhand ein Weg einsetzt, dem sie nach Überschreiten des Bahngleises nach links (!) hinab zur Wesenitz folgen. Versuchen sie nicht nach rechts zu laufen - es besteht keine Möglichkeit, den Fluss trockenen Fußes zu queren!
 
Wenn sie sich nach Überschreiten der Wesenitz stets rechts halten, erreichen sie auf ruhigen Nebenstraßen durch den Ortsteil Jessen den Ausgangspunkt der Wanderung.

 

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