Auf den Růžovský vrch

Zweifellos ist er der formschönste Vulkan und - innerhalb der Nationalparkgrenzen - auch die höchste Erhebung. Der Růžovský vrch dominiert die Landschaft und wird dennoch kaum aufgesucht. Abgeschiedenheit und Ruhe sind garantiert. Zumindest auf dem ersten Teil der Wanderung, bevor sie mit Srbská Kamenice, einer Ortschaft mit zahlreichen Fachwerkhäusern, in eine touristisch erschlossene Region eintauchen. Die Ruinen von Dolsky Mlyn sorgen zum Abschluss für den passenden Kontrast - dass sie dort allein sein werden, scheint nahezu ausgeschlossen.

Bergpfade

Interessante Wanderwege im Wegenetz des Nationalparks sind die so genannten Bergpfade, wenig ausgebaute Wege, welche mit einem grünen Dreieck auf weißem Grund gekennzeichnet und eher etwas für versierte Wanderer sind. Dieser Wandervorschlag folgt teilweise solchen Wegen durch den Großen und Kleinen Zschand.

Bielatal Marathon

Touristisch bestens erschlossen bietet das vordere Bielatal ein wahres Feuerwerk an leicht zugänglichen Aussichten. Doch was ist mit den weiten Wäldern der Peripherie? Auch dort, im so genannten Erzgebirgsgrenzgebiet, versteckt sich das eine oder andere Kleinod, das wir geschickt in diesem Vorschlag zu einer Runde kombinieren. Und die unverbindliche Verlängerung ins Böhmische ist nicht nur für den Freund der böhmischen Küche eine Empfehlung.

Böhmische Felsenburgen

Adlerhorsten gleich flankierten einst mehrere Felsenburgen die Handelsrouten der böhmischen Schweiz. Von den einstigen Rückzugsorten der Wegelagerer hoch oben auf den schwer zugänglichen Gipfelplateaus geht heutzutage keine Gefahr mehr aus, sieht man vom klettertechnischen Risiko einer Ersteigung des Falkenštejn einmal ab, das Entdecken der alten Spuren der Anlagen entwickelt eine eigene Faszination...

Brandrunde

Waldbrände müssen in in früheren Zeiten regelmäßig auf dem Plateau zwischen Polenz, Tiefem Grund und Hohnstein gewütet haben - so zumindest erklärt man sich die Abstammung des Namens. Heute lässt sich "Brand" bestens in der gleichnamigem Baude löschen und das an einer der berühmtesten Aussichten der Sächsischen Schweiz. Und in strengen Wintern lockt die Wanderung mit gänzlich anderen Reizen. Die Polenz friert zu, die Hänge sind vereist und in den Grotten der Terrasse bilden sich beeindruckende Eiszapfen. Der Anspruch der Wanderung lässt sich durch Abkürzungen deutlich reduzieren - wir gehen in der Beschreibung darauf ein.

Die kleinen Tafelberge

Formvollendet erhebt sich der Zirkelstein über die Ebene. Vielen gilt er als schönster Tafelberg, auch wenn er bez. seines Umfangs einer der Kleinsten ist. Die drei Zacken der Kaiserkrone, durch Klüfte getrennte Felstürme, erheben sich zwar nur unwesentlich über den Baumwipfeln, ermöglichen von ihren leicht zu erklimmenden Gipfeln dennoch lohnende Aussichten. Eine kleine Runde mit großem Erlebniswert.

Durch das Paulinental zum Marienfels

Ein unter Naturschutz stehendes Flusstal, das von den Touristenströmen verschont ist. Ein ehemaliges Jagdschloss, das die Besucherscharen anzieht. Und gleich mehrere imposante Aussichten, wo Einsamkeit kaum, Begeisterung jedoch umso mehr zu erwarten ist. Unsere Wanderempfehlung durch die "hintere" böhmische Schweiz lässt kaum Wünsche offen, zumal die Option zur Halbierung der Strecke besteht...

Liebethaler Grund und Herrenleithe

Zuviel Trubel im Kerngebiet der Sächsischen Schweiz? Dann wäre unser folgender Vorschlag genau das Richtige für sie. Verhilft das Wagnerdenkmal dem Abschnitt des Wesenitztales zu relativer Bekanntheit, ist die Herrenleithe trotz des dort beheimateten Feldbahnmuseum nahezu unbekannt. Zu entdecken gibt es reichlich, trotz der fehlenden Aussichtspunkte...

Große Stiegenrunde

Die so genannten Stiegen sind die Klettersteige des Elbsandsteingebirges, die durchaus in ihrer Charakteristik denen der Hochgebirge gleichen, in Sachen Kondition dann aber doch deutlich geringere Ansprüche an den Wanderer stellen. Eine Klettersteigausrüstung ist dann auch nicht zwingend erforderlich - Trittsicherheit und Schwindelfreiheit vorausgesetzt. Die mit Leitern, Eisenklammern und Stahlseilen versicherten Abschnitte sind relativ kurz, stets einsehbar und mittels moderatem Aufwand meist umgehbar. Der gehobene Anspruch des folgenden Wandervorschlags ergibt sich aus der Distanz, die zahlreiche lohnenden Stiegen mit grandiosen Aussichtsmöglichkeiten kombiniert.

Im Cunnersdorfer Forst

Fünf Tafelberge auf einen Streich? Das klingt nach strapaziösen Anstiegen! Aber so schlimm kommt es dann doch nicht, hat die Erosion die Berge am Lampertsbach im Laufe der Zeit doch kräftig zurechtgestutzt, sodass deren Tafelbergcharakter oft nur rudimentär erhalten ist. Dennoch verbergen sich hier einige unbekannte aber nicht minder interessante Aussichten...

Kurze Bielatalrunde

Das Tal der bizarren Felstürme erfreut sich vor allem bei Kletterern großer Beliebtheit. Den nach Aussichten strebenden Wanderer wird vor allem der vordere Teil des Tals begeistern: die Distanzen sind kurz, die Blickpunkte zahlreich und ein Trip durch die imposanten Felsschluchten ist inklusive...

Kurze Papststeinrunde

Ist das Zeitbudget mal etwas knapper oder scheut man wegen unsicheren Wetters eine größere Runde, bietet sich eine Überschreitung des Papststeins an, zumal mit Kleinhennersdorfer Stein und Gohrisch reichlich Potenzial besteht, den ursprünglichen Tagesentwurf umzugestalten. Der zerklüftete Tafelberg selbst lockt mit grandiosen Aussichten, einer gemütlichen Einkehr und das alles bei nur moderatem Anspruch an die Kondition des Wanderers.

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