Zum Königstein und Lilienstein

Dominant ragen die beiden Tafelberge Königstein und Lilienstein empor, von zahlreichen Aussichtpunkten der Sächsischen Schweiz sind sie sichtbar. Beliebt sind sie und oft überlaufen, weshalb  unser Wandvorschlag einsame Wege bevorzugt, um sich den Touristenmagneten zu nähern. Gelegenheiten, sich vom Trubel zu erholen, gibt es reichlich... Die Streckenführung kann leicht um etliche Höhen- und Weitenmeter reduziert werden, indem bspw. auf die Besteigung der Tafelberge verzichtet oder ab Stadt Königstein die S-Bahn zur Rückreise genutzt wird. Eine durchaus empfehlenswerte Erkundung der Festung verlängert hingegen die Strecke, ohne weitere Anstiegsmeter zu addieren.

Zwischen Groß- und Wildenstein

Greifbar nah erscheint der Hausberg vom Großstein aus, getrennt vom tiefen Kirnitzschtal, dessen Talsohle sie auf dieser Wanderung zweimal durchschreiten. Mit Einsamkeit können sie am Großstein rechnen; am Kuhstall "hinterm" Hausberg jedoch ist Trubel der Normalzustand. Es ist kein Zufall, dass das größte Felsentor der Sächsischen Schweiz sich zu einem beliebten Wanderziel entwickelt hat...

Zum Hinteren Raubschloss

Nur kurz tangiert unser Wandervorschlag mit dem Winterstein (Hinteres Raubschloss) einen stark frequentierten Ort. Wären die Leitern nicht, die durch Kamine den Aufstieg ermöglichen, so bliebe der Gipfel den Kletterern vorbehalten. So aber bietet sich ein dem Wanderer zugänglicher Punkt mit den besten Rundsichten auf große Teile der Hinteren Sächsischen Schweiz. Dem kaum nach steht die wenig bekannte Aussicht am Teichstein, hoch aufragend über dem Tal des Großen Zschands.

Böhmische Felsenburgen

Adlerhorsten gleich flankierten einst mehrere Felsenburgen die Handelsrouten der böhmischen Schweiz. Von den einstigen Rückzugsorten der Wegelagerer hoch oben auf den schwer zugänglichen Gipfelplateaus geht heutzutage keine Gefahr mehr aus, sieht man vom klettertechnischen Risiko einer Ersteigung des Falkenštejn einmal ab, das Entdecken der alten Spuren der Anlagen entwickelt eine eigene Faszination...

Vom Elbtal zum Böhmischen Tor

Nahezu aussichtlos. Nahezu menschenlos. Eine Wanderung (vor allem) für Tage, an denen sich andernorts die Touristen auf die Füße treten. Oder für heiße Tage, an denen die Abkühlung dichter Wälder und enger Schluchten die Lethargie zu überwinden hilft. Es sind Details am Rande, die (nur) dem aufmerksamen Besucher Abwechslung bescheren.

Von Hřensko zum Prebischtor

Das Prebischtor ist die Bastei der Böhmischen Schweiz. Ein Wunder der Natur. Ein Touristenmagnet. Nur ein Zugang durch die "Hintertür", der, analog zum Sprint vom Parkplatz zur Bastei, bequem zum Ziel führt -- ein solcher existiert hier nicht. Das Gros der Besucher steigt von Hřensko hinauf oder wählt den weiten Gabrielensteig ab Mezní Louka, um über denselben Weg zurück zum Ausgangspunkt zu wandern. Unser Vorschlag kombiniert beide Strecken und spendiert einen weiteren Höhepunkt: eine Kahnpartie durch die Edmundsklamm!

Zwischen Ochel und Schwarzbachtal

Ruhe gesucht? Hier ist Ruhe garantiert! Das Sebnitztal spendet nicht nur Schatten sondern fristet touristisch ein Schattendasein. Und das liegt sicher nicht an landschaftlichen Defiziten. Goßdorfer Raubschloss und Hankehübel wären echte Höhepunkte einer jeden Wanderung. Und abseits von Waitzdorfer Aussicht und Schänke ist die Ochel eine Oase der Einsamkeit, der Rückweg durch den wild-romantischen Kohlichtgraben krönt einen abwechslungsreichen Ausflug.

Bielatal-Marathon – Über die Grenzplatte zum Himmelreich

Touristisch bestens erschlossen bietet das vordere Bielatal ein wahres Feuerwerk an leicht zugänglichen Aussichten. Doch was ist mit den weiten Wäldern der Peripherie? Auch dort, im sogenannten Erzgebirgsgrenzgebiet, versteckt sich das eine oder andere Kleinod, das wir mit diesem Wandervorschlag geschickt zu einer Runde kombinieren. Die unverbindliche Verlängerung ins Böhmische ist nicht nur für den Freund der böhmischen Küche eine Empfehlung …

Zur oberen Schleuse

Die landschaftlichen Reize des oberen Kirnitzschtals haben diesen abgelegenen Winkel zu einem beliebten Ausflugsziel werden lassen. Bereits seit 1879 existiert die Kahnpartie an der oberen Schleuse und wenn sie Interesse daran haben, dann lässt sich diese perfekt in die beschriebene Wanderung integrieren. Wird üblich über das Hermannseck der Rückweg eingeleitet, so besucht unsere Empfehlung weitere hübsche Ecken wie die Bärenhöhle und die zahlreichen Mäander der Kirnitzsch.

Zu den Pohlshörnern

Die Neumannmühle ist das Einfallstor zur Hinteren Sächsischen Schweiz. Doch die Schar der Besucher strömt in das Tal des Großen Zschands. Nur wenige Touristen "verirren" sich zum Arnstein. Und die Pohlshörner - die sind nahezu unbekannt, obwohl die Aussichten eine ungewohnte und lohnende Perspektive auf die Flanken des Winterberges bieten.

Schmilkaer Stiegenrunde

Darf die Gangart etwas härter sein? In Anbetracht der geringen Streckenlänge mag die Frage irritieren, ein Blick auf das Streckenprofil jedoch lässt harte Passagen erahnen. Absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind unabdingbar, um die teils schmalen und extrem ausgesetzten Pfade auf der oberen Terrasse der Sandsteinriffe sicher zu begehen. Die Rübezahlstiege stellt nicht minder hohe Anforderungen. Für die Strapazen entlohnen dann Aussichten, die nicht jeder zu Gesicht bekommt …

Von Hinterhermsdorf zum Tanzplan

Obwohl geologisch bereits im Lausitzer Bergland anzusiedeln, sind die kaum zu übertreffenden Fernblicke auf weite Teile der Sächsisch-Böhmische Schweiz Grund genug, diese Strecke als "Elbsandsteinrunde" zu bewerben. Fernsicht ist das Tüpfelchen auf dem i und ihr Ausbleiben wohl oft Motivation zur Wiederholung dieser abwechslungsreichen und trotz der Länge recht entspannten Wanderung.

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