Bergpfade

Interessante Wanderwege im Wegenetz des Nationalparks sind die so genannten Bergpfade, wenig ausgebaute Wege, welche mit einem grünen Dreieck auf weißem Grund gekennzeichnet und eher etwas für versierte Wanderer sind. Dieser Wandervorschlag folgt teilweise solchen Wegen durch den Großen und Kleinen Zschand.

Schrammsteinbaude - Großer Winterberg

Der Gratweg in den Schrammsteinen zählt zurecht zu den schönsten Streckenführungen in der Sächsischen Schweiz. Entsprechend beliebt und belebt präsentiert sich der ausgesetzte Pfad, sodass der nach Einsamkeit strebende Wanderer unserer Empfehlung besser nicht an sonnigen Wochenendtagen folgen sollte... es sei denn er lebt das Motto "Im Frühtau zu Berge", dann ist "der Tummelplatz der Massen" bereits passiert, bevor die "Platzkarten" an den Aussichten verteilt werden. Reichlich Höhenmeter liegen auf der Runde, über steile Leitern geht es immer wieder auf und ab. Bei Verzicht auf eine Einkehr in der Berggaststätte Winterberg kann die Streckenlänge deutlich abgespeckt werden - Höhenmeter spart man jedoch kaum.

Rund um die Grundmühle (Dolský Mlýn)

Die romantischen Flusstäler der Böhmischen Schweiz galten unter Wanderern lange Zeit als Geheimtipp für einsame Unternehmungen. Und das trotz einer überaus attraktiven und abwechslungsreichen Landschaft. Das Wegenetz rund um die Ruinen der Grundmühle im Tal der Kamenice bietet reichhaltige Möglichkeiten für Wanderungen beliebiger Länge und für jeden Anspruch. Die nachfolgende Route startet in Vysoká Lípa (Hohenleipa) und führt über Dolský Mlýn (Grundmühle), Všemily (Schemmel), Jetřichovice (Dittersbach) in 5-6h zurück zum Ausgangspunkt.

Zwischen Vysoká Lípa und Mezní Louka

Eine kurze und kurzweilige Rundwanderung vereint so interessante Ziele wie die Ruine der Burg Šaunštejn, das wenig bekannte und dennoch bizarre Kleine Prebischtor und das versteckte ehemalige Jagdschlösschen Zámeček. Lohnende Abstecher zum Zámecký vrch (Schlossberg) oberhalb von Vysoká Lípa (Hohenleipa) und durch den Soorgrund ins Tal der Kamenice bis hin zur Kahnpartie der Wilden Klamm verlängern die Tour nur unwesentlich, das Erlebnis jedoch umso mehr.

Wehlener Steinbruchpfad

Steinbrüche sind in der Sächsischen Schweiz allgegenwärtig. Insbesondere im Elbtal hat die Steingewinnung die Landschaft nachhaltig verändert. In privater Initiative entstand zwischen Wehlen und Zeichen ein historischer Steinbruchpfad, den wir in die nachfolgend beschriebene Wanderung integrieren.

Rosenkamm (Růžový hřeben)

Während im sächsischen Elbtal die Steinbrecher die Landschaft maßgeblich verändert haben, blieb im böhmischen Teil des Gebirges das Flusstal weitestgehend intakt. Bis zu 80m hoch ragen die senkrechten Felswände aus den bewaldeten Hängen auf, die sich bis zum Strom hinunterziehen und jenen oft in ein nur schmales Bett zwängen. Dem Betrachter im Tal fallen sofort die zahlreichen Felskanzeln auf, die die von ihnen gebotenen Aussichten bereits erahnen lassen. Die schönsten Aussichtspunkte rechterhand des Flusses werden sie auf der Wanderung am Růžový hřeben besuchen.

Zum Königstein und Lilienstein

Dominant ragen die beiden Tafelberge Königstein und Lilienstein empor, von zahlreichen Aussichtpunkten der Sächsischen Schweiz sind sie sichtbar. Beliebt sind sie und oft überlaufen, weshalb  unser Wandvorschlag einsame Wege bevorzugt, um sich den Touristenmagneten zu nähern. Gelegenheiten, sich vom Trubel zu erholen, gibt es reichlich... Die Streckenführung kann leicht um etliche Höhen- und Weitenmeter reduziert werden, indem bspw. auf die Besteigung der Tafelberge verzichtet oder ab Stadt Königstein die S-Bahn zur Rückreise genutzt wird. Eine durchaus empfehlenswerte Erkundung der Festung verlängert hingegen die Strecke, ohne weitere Anstiegsmeter zu addieren.

Tissaer Wände (Tiské stěny)

Kinder und Wandern sind wie Feuer und Wasser und pflegen häufig eine wahre Antipathie. In den Tissaer Wänden jedoch werden sich ihre Sprösslinge auf einem überdimensionierten Spielplatz anstatt auf einer Wanderung wähnen. Kleiden sie sie in alte Klamotten und ihr Nachwuchs wird begeistert das Labyrinth erkunden, das die zerklüfteten Felsen formen. Und sie werden die Begeisterung teilen, spätestens beim Sudové světlé Zlatopramen in der Turistická chata.

Hohe Tour (nicht möglich)

Eine Skitour unter Wanderungen? Die Hohe Tour ist so etwas wie der Klassiker unter den Skitouren im Osterzgebirge und unter Kennern der Sächsischen Schweiz gibt es wohl niemanden, der davon noch nie gehört hat, und etliche, die sie mindestens einmal absolviert haben. Nun bedarf es „nur“ noch ausreichend Schnees, um im kommenden Winter unserem Tipp zu folgen …

Zur oberen Schleuse

Die landschaftlichen Reize des oberen Kirnitzschtals haben diesen abgelegenen Winkel zu einem beliebten Ausflugsziel werden lassen. Bereits seit 1879 existiert die Kahnpartie an der oberen Schleuse und wenn sie Interesse daran haben, dann lässt sich diese perfekt in die beschriebene Wanderung integrieren. Wird üblich über das Hermannseck der Rückweg eingeleitet, so besucht unsere Empfehlung weitere hübsche Ecken wie die Bärenhöhle und die zahlreichen Mäander der Kirnitzsch.

Zschirnsteine

Eine Pause vom Trubel an den Touristenmagneten gefällig? Dann sind die Wege in den Wäldern rund um den Großen Zschirnstein, mit 561m die höchste Erhebung der Sächsischen Schweiz, womöglich eine gute Wahl. Einsamkeit können wir nicht garantieren, aber wohl an wenigen Ecken der Region ist die Wahrscheinlichkeit hierfür höher. Auf landschaftliche Reize werden sie nicht verzichten müssen, nur die Wege zu diesen sind halt etwas weiter...

Kurze Bielatalrunde

Das Tal der bizarren Felstürme erfreut sich vor allem bei Kletterern großer Beliebtheit. Den nach Aussichten strebenden Wanderer wird vor allem der vordere Teil des Tals begeistern: die Distanzen sind kurz, die Blickpunkte zahlreich und ein Trip durch die imposanten Felsschluchten ist inklusive...

Zum Seitenanfang